Facebook-Algorithmus

Facebook Basics Teil 2: Wie Facebook entscheidet, ob Fans deine Posts sehen

Vor ein paar Jahren war Facebook das Nonplusultra. Du musstest die Leute nur einmal dazu bekommen deine Fans zu werden und schon konntest du sie alle auf Knopfdruck erreichen. Oh, welche schöne Marketing- und Werbewelt.

Aber dann änderte Facebook den Algorithmus und was dann geschah… hast du wahrscheinlich am eigenen Leib (bzw. der eigenen Facebook Page) erlebt.

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendjemand sich darüber beschwert, dass sich die Reichweite auf Facebook in den letzten Jahren trotz steigender Fanzahlen massivst verringert hat.

Und kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit Klick-Bait (was ist das?) Überschriften wie

  • “Irgendwas Langweiliges passiert, aber was ich dann sah, hat mir die Sprache verschlagen” oder
  • “Irgendwas Langweiliges passiert. Du glaubst nicht, was als nächstes passiert”

bombardiert werden.

Warum ist das so? Ist die Reichweite auf Facebook wirklich so stark gesunken? Will Facebook uns nur dazu zwingen, alle Beiträge kostenpflichtig zu bewerben? Warum setzen wir bei Weddian überhaupt noch auf Facebook?

Und was hat das alles mit diesen komischen Überschriften zu tun?

Wir haben bei uns die Recherchemaschine angeworfen, um für dich herauszufinden, wie Facebook eigentlich entscheidet, wer was zu sehen bekommt.

Es gibt wohl noch sehr viele Fragen und Missverständnisse dazu, wie Facebook entscheidet, was den Usern angezeigt wird. Deswegen geht es im 2. Teil unserer Serie zu den Facebook Basics darum, wie du es schaffst, dass deine Beiträge von deinen Fans auch tatsächlich gesehen werden.

Wie entscheidet Facebook, wer was sieht? Oder: Wie erreiche ich meine Fans?

Digital Natives

© Depositphotos.com/gstockstudio

Der durchschnittlich Facebook-User hat 342 Freunde und folgt 28 Seiten. Das bedeutet, dass nicht jeder Beitrag gesehen werden kann, es sei denn man ist jeden Tag stundenlang nur auf Facebook. Genau wie Google’s Suchmaschine möchte Facebook immer die relevantesten Beiträge für den entsprechenden User anzeigen.

Das User-Feedback ist entscheidend!

So entscheidet Facebook anhand des Feedbacks der User, welche Inhalte für den einzelnen User interessant sein könnten und angezeigt werden sollen. Ganz grob gesagt gibt es 2 Faktoren, die entscheiden, ob deine Beiträge deinen Freunden (Privatprofile) und Fans (Facebook Pages) gezeigt werden:

Like Button

© mtkang – Fotolia

  • Interaktion des Users mit deinen bisherigen Inhalten
  • Interaktion anderer User mit dem entsprechenden Inhalt

Hat der User in der Vergangenheit oft mit deinen Inhalten interagiert (Gefällt mir, Klick auf den Inhalt oder Kommentar), dann geht Facebook davon aus, dass er auch in Zukunft an deinen Inhalten interessiert ist.

Wird auch nach den dritten und vierten Beitrag dieser Person/Seite nicht interagiert, dann wird Facebook immer weniger Inhalte davon zeigen. Das ist z.B. der Grund, weshalb du manche Statusbeiträge von deinen Freunden nie in deinem Feed siehst. Sobald du aber mit der Person interagierst, sieht du wieder die Posts in deinem Facebook Feed.

Der zweite wichtige Faktor ist die Interaktionsrate der anderen User mit einem bestimmten Post.

Und was haben diese nervigen Überschriften damit zu tun?

Diese oben genannten Klick-Bait Überschriften haben einzig und allein einen Zweck: Die User neugierig zu machen und zum Klicken zu bekommen. Je verrückter der Titel, desto eher werden die User klicken. Warum ist das so wichtig?

Facebook zeigt alle Beiträge erst einmal einer kleinen Gruppe von Usern. Wenn diese viel mit den Inhalten interagiert, dann geht Facebook davon aus, dass er interessant ist und zeigt es noch mehr Usern.

Dieser Algorithmus führt dazu, dass virale Posts entstehen können. Wenn ein Post eine außerordentlich hohe Interaktionsrate hat, dann wird er manchmal sogar auch in den Feeds von Usern gezeigt, die deine Seite nicht geliked haben oder nicht deine Freunde sind.

Im Gegenzug kann es aber auch sein, dass du trotz Tausenden von Fans nur unter 100 Fans erreichst, wenn der Beitrag einfach nicht gut ankommt.

Mit unseren besten Posts auf der Fanpage von Hochzeitsportal24 haben wir regelmäßig Posts, die mehr User erreichen als wir Fans auf der Seite haben. Als wir noch nicht verstanden hatten, wie Facebook funktioniert, hatten wir aber auch schon Posts die nicht einmal 1% unserer Fans erreicht haben.

Unsere 3 erfolgreichsten Beispiele im vergangenen Monat

Facebook PostFacebook PostFacebook Post
Das sind alles Posts aus den letzten 4 Wochen. Aktuell haben wir auf der Fanpage 26.500 Fans. Wie du siehst, ist die Reichweite deutlich darüber. Und das sind auch keine Ausnahmen!

Fazit: Reichweite bei Facebook ist noch möglich – wenn man es richtig anstellt!

Wie du siehst, kann man bei Facebook auch ohne große Werbeausgaben eine hohe Reichweite bekommen.

Wenn du genau hinschaust, wirst du beim zweiten Beispiel sehen, dass ich den Post mit 10€ bewerben wollte. Da die Werbung jedoch nie freigeschalten wurde, handelt es sich tatsächlich nur um organische (unbezahlte) Reichweite.

Wann bewerbe ich einen Beitrag?

Lohnt es sich dennoch auf Facebook Geld auszugeben? Auf jeden Fall. Besonders wichtige Beiträge promoten wir des öfteren auch noch mit etwas Geld. So erreichen wir mit Themen, die eine nicht so starke Interaktionen hervorrufen, uns aber dennoch wichtig sind, trotzdem unsere User.

Und da wir unsere Fans immer wieder mit tollen Posts aktivieren, ist dann auch die bezahlte Reichweite deutlich günstiger.

Im 3. Teil der Facebook Basics schauen wir uns gemeinsam an, wie genau ein erfolgreicher Facebook Post aussieht und wie du auf deiner Seite mehr Fans erreichen kannst.

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Geschrieben von Raffael

Als Gründer von Hochzeitsportal24 ist Raffael Schulz seit 2007 in der Hochzeitsbranche zu Hause. Davor hat er International Business mit Schwerpunkt Marketing studiert und diese beiden Bereiche in Weddian geschickt verknüpft. Mit viel Freude teilt er Marketing-Tipps mit euch und kombiniert dabei unterhaltsam Fachwissen mit Beispielen aus der Praxis. Für Wortwitze - ob gut oder schlecht - ist der begeisterte American Football Spieler immer zu haben.

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